Demografie-Forum 2016: Vom Wickeltisch zum Rollator

Alt und Jung sind out. Künftig wird es fünf Generationen in einem Jahrhundert geben. Doch was bedeutet das für eine Kommune? Woran misst sich Generationenfreundlichkeit? Im Demografie-Forum des Kreises Euskirchen lauschten 90 interessierte Akteure den Ausführungen des Demografie-Experten Herrn Dr. Wilfried Kösters, der verdeutlichte, dass das kommunale Leben und die Politik stärker als bisher die Bedarfe der unterschiedlichen Generationen in den Blick nehmen müssen.
Seine Kernbotschaften lauteten „Wir brauchen ein neues Bild vom Alter, wir brauchen jedes Kind und die Potentiale von zugewanderten Menschen“, um für Generationengerechtigkeit sorgen zu können.

Auch für Landrat Günter Rosenke bleibt es das Ziel aller Projekte, die von der Demografie-Initiative der Kreisverwaltung umgesetzt werden, für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilen des Kreises Euskirchen und für alle Generationen zu sorgen. „Über 20 Projekte sind allein seit Januar 2015 umgesetzt worden“, so der Landrat.

Welche Projekte das waren, stellte die Demografiebeauftragte des Kreises, Iris Poth, in ihrem Vortrag vor. „Nahezu alle Lebensbereiche sind berührt“, so Poth. Bildung, Arbeitswelt, Daseinsvorsorge, das Wohnen im Alter oder die Mobilität im ländlichen Raum. Im Bundeswettbewerb „Gesund älter werden in der Kommune“ konnte der Kreis Euskirchen sogar mit drei eingereichten Projekten „Woche der Generationen“, „Eifel-mobil“ und „Pedelec-Schulung für Senioren“ den 2. Platz der Landkreise belegen und damit 6.000 Euro Preisgeld einstreichen.

Nach dem Rückblick wurde der Fokus in die Zukunft gerichtet. Die teilnehmenden Akteure waren gebeten, sich in Gruppengesprächen der Frage zu widmen, wie wir unseren Lebensraum, unsere Städte, Gemeinden, Dörfer und Quartiere lebenswert erhalten können und welche Bedarfe der Generationen von 0-100 es dabei zu berücksichtigen gilt.

Insgesamt neun Thementische wurden angeboten, an denen angeregt diskutiert wurde. Nachdem 24 Projektideen geboren waren, konnten die Beteiligten mittels eines Bepunktungsverfahrens Prioritäten setzen. Besonders angesprochen fühlten sich die Menschen zu den Themen Wohnen, Hilfsdienste sowie Talentförderung. Mit den Maßnahmen Plattform für Talentförderung, generationenverbindender Wohnraum, Ausbau der Wohnraumberatung und einer Börse „Hilfe für Hilfe“ wird sich die Verwaltung samt interessierter Mitstreiter im kommenden Jahr befassen.

Damit sei der Grundstein für die zukünftige Arbeit gelegt, so die Demografiebeauftragte Iris Poth. Sie konnte zwar nicht versprechen, dass alle guten Ideen und Anregungen schließlich in eine Projektumsetzung gelangen, aber sie versprach, dass alle Akteure ein Feedback bekommen würden. Diejenigen, die Ihre Mitwirkungsbereitschaft zu einzelnen Projektideen ausgesprochen haben, werden persönlich angesprochen, wenn die Projekte an den Start gehen sollen.

Wer mehr über die zahlreichen, bisher umgesetzten Projekte erfahren und sich am Prozess beteiligen möchte, klickt auf www.demografie-initiative.de oder meldet sich bei der Projektkoordinatorin, Frau Sarah Komp unter Tel.: 02251 15 904.

Download Dokumentation:

Dokumentation Demografie-Forum 2016

Presse:

Wochenspiegel

Kölnische Rundschau


Beitrag veröffentlicht am 12. Dezember 2016

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Tags

Handlungsfeldübergreifend

Autorin

Sarah Komp
Sarah Komp
Dipl.-Geografin - Projektmanagement

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